Der Flughafen Madeira (offiziell Cristiano Ronaldo International Airport, Kürzel FNC) ist berühmt für seine spektakuläre Lage – und bei Piloten für die anspruchsvolle Landung. Für dich als Reisenden ist die Ankunft aber absolut unkompliziert und der perfekte Startschuss für deinen Urlaub. Sobald du aus dem Flieger steigst und die warme Atlantikluft spürst, beginnt die Erholung. Wir sagen dir ganz genau, was dich im Terminal erwartet, wo du deinen Mietwagen findest und wie du ohne Stress direkt in dein ganz persönliches Madeira-Abenteuer startest.
Der spektakuläre Anflug auf Madeira
Die Landung auf Madeira ist ein Erlebnis für sich und oft schon das erste große Highlight deiner Reise. Die Landebahn ragt auf massiven Betonpfeilern direkt über dem tiefblauen Meer, und der Anflug führt dich oft spektakulär nah an der schroffen Küste entlang. Wenn der Pilot in die letzte Kurve geht, hast du das Gefühl, du könntest die roten Dächer der Häuser fast berühren. Keine Sorge: Die Piloten, die Madeira anfliegen, sind speziell geschult und absolute Profis. Lehn dich einfach zurück und genieße die Aussicht, denn dieser Anflug ist wirklich einmalig in Europa.
Der beste Sitzplatz im Flugzeug
Wenn du dir bei der Buchung deines Fluges einen Sitzplatz aussuchen kannst, empfehle ich dir ganz klar die rechte Seite in Flugrichtung (also die Plätze mit dem Buchstaben F bei den meisten Airlines). Da der Anflug in der Regel aus nordöstlicher Richtung erfolgt und das Flugzeug eine Rechtskurve fliegt, hast du von hier aus den allerbesten Blick auf die Halbinsel Ponta de São Lourenço und die beeindruckende Steilküste. Auf der linken Seite siehst du zwar auch viel Wasser, aber die dramatische Küstenlinie Madeiras verpasst du dort meistens.
Warum die Landung so besonders ist
Der Flughafen Funchal liegt eingequetscht zwischen dem Atlantischen Ozean und den steil aufragenden Bergen. Diese geografische Lage sorgt oft für tückische Fallwinde, weshalb der Flughafen früher als einer der gefährlichsten der Welt galt. Heute ist das dank der im Jahr 2000 verlängerten Landebahn, die auf 180 Säulen über das Meer gebaut wurde, Geschichte. Trotzdem bleibt es ein faszinierendes technisches Meisterwerk. Wenn du nach der Landung aus dem Fenster schaust, wirst du staunen, wie nah das Wasser unter dir ist.
Nach der Landung: Orientierung im Terminal
Einmal gelandet, wirst du schnell feststellen, dass der Flughafen Cristiano Ronaldo sehr überschaubar und modern ist. Anders als an riesigen Drehkreuzen wie Frankfurt oder London kannst du dich hier kaum verlaufen. Meistens gehst du vom Flugzeug aus entweder direkt über eine Fluggastbrücke ins Gebäude oder fährst ein kurzes Stück mit dem Bus. Sobald du im Terminal bist, folgst du einfach den gut sichtbaren Schildern zur Gepäckausgabe ("Recolha de Bagagem").
Gepäckausgabe und Wartezeiten
Die Gepäckausgabe befindet sich im Erdgeschoss und besteht aus nur wenigen Laufbändern. In der Regel geht es hier recht flott, und du musst nicht ewig auf deinen Koffer warten. Nutze die Zeit, um dich schon mal ein wenig zu orientieren oder das kostenlose WLAN des Flughafens zu nutzen, um deinen Lieben zu Hause Bescheid zu geben, dass du gut angekommen bist. Die Toiletten in diesem Bereich sind sauber und meistens nicht überlaufen, also ein guter Moment für eine kurze Erfrischung nach dem Flug.
Geldautomaten, SIM-Karten und erste Besorgungen
Noch bevor du die Ankunftshalle verlässt, findest du Geldautomaten (Multibanco), an denen du dir ein paar Euro in bar ziehen kannst. Auf Madeira kannst du zwar fast überall mit Karte zahlen, aber für ein Trinkgeld im Café oder kleine Einkäufe auf dem Markt ist etwas Bargeld immer praktisch. Falls du keine EU-Roaming-Flatrate hast (zum Beispiel, wenn du aus der Schweiz anreist), gibt es im Ankunftsbereich auch kleine Shops, die lokale Prepaid-SIM-Karten verkaufen. So bist du direkt online und kannst dein Navi für die erste Fahrt programmieren.
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Die Mietwagenübernahme am Flughafen Funchal
Wenn du deinen Koffer hast und durch die Schiebetüren in die eigentliche Ankunftshalle trittst, beginnt der wichtigste Teil: die Abholung deines Mietwagens. Genau deshalb ist die Mietwagenübernahme direkt am Flughafen so unglaublich praktisch. Du sparst dir teure Taxifahrten oder das Warten auf den Hotelbus und bist von der ersten Minute an flexibel. Die meisten großen und bekannten Autovermietungen haben ihre Schalter direkt hier in der Halle, unübersehbar auf der rechten Seite, wenn du aus dem Sicherheitsbereich kommst.
Wo genau finde ich die Schalter?
Anbieter wie Hertz, Avis, Europcar, Sixt oder Guerin haben ihre Desks direkt im Terminalgebäude. Du kannst sie gar nicht verfehlen. Andere, oft etwas günstigere lokale Anbieter, haben ihre Büros manchmal ein kleines Stück außerhalb oder auf dem Parkdeck. In deiner Buchungsbestätigung steht immer ganz genau, wo du hinmusst. Falls dein Anbieter nicht direkt im Terminal ist, gibt es meistens einen kostenlosen Shuttlebus, der direkt vor der Tür abfährt und dich in wenigen Minuten zur Station bringt.
Der Ablauf am Schalter: Dokumente und Kaution
Am Schalter zeigst du einfach deinen Führerschein, deinen Personalausweis oder Reisepass und deine Buchungsbestätigung vor. Ganz wichtig: Du brauchst zwingend eine auf den Hauptfahrer ausgestellte Kreditkarte für die Hinterlegung der Kaution. Debitkarten werden oft nicht akzeptiert, also prüfe das unbedingt vor der Abreise. Der Mitarbeiter wird mit dir den Vertrag durchgehen. Lass dir keine unnötigen Zusatzversicherungen aufschwatzen, wenn du bereits bei der Buchung ein Rundum-Sorglos-Paket ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen hast. Das ist ein klassischer Trick, den du mit einem freundlichen, aber bestimmten "Nein, danke" abwehren kannst.
Fahrzeugübergabe auf dem Parkdeck
Mit dem Schlüssel und den Papieren in der Hand machst du dich auf den Weg zum Parkdeck. Das befindet sich direkt gegenüber dem Terminalgebäude, du musst nur kurz über die Straße gehen. Dort suchst du den Parkplatz deines Anbieters und dein Auto. Nimm dir jetzt unbedingt ein paar Minuten Zeit, bevor du den Motor startest. Gehe einmal komplett um das Auto herum und prüfe es auf Kratzer, Dellen oder Steinschläge. Schau dir auch die Reifen und die Felgen an.
Mache bei der Übernahme immer Fotos oder ein kurzes Video vom Auto, besonders von bereits vorhandenen Schäden. Achte auch darauf, dass der Tankfüllstand mit dem im Vertrag übereinstimmt. So bist du bei der Rückgabe auf der sicheren Seite und vermeidest unnötige Diskussionen.
Die erste Fahrt: Vom Flughafen zu deiner Unterkunft
Du sitzt im Auto, der Sitz ist eingestellt, die Spiegel passen und das Navi weiß, wo es hingeht. Jetzt kann der Urlaub richtig losgehen! Direkt nach der Ausfahrt aus dem Parkhaus des Flughafens fährst du auf einen Kreisverkehr zu, der dich direkt auf die Schnellstraße VR1 führt. Diese Straße ist die Hauptverkehrsader der Insel und extrem gut ausgebaut. Mach dir keine Sorgen wegen des Verkehrs: Die Madeirer fahren in der Regel sehr rücksichtsvoll und entspannt.
Auf die Schnellstraße VR1 Richtung Funchal
Wenn dein Hotel in Funchal oder im sonnigen Süden der Insel liegt (zum Beispiel in Caniço, Câmara de Lobos oder Ponta do Sol), fährst du auf der VR1 in Richtung Westen. Die Fahrt nach Funchal dauert nur etwa 20 bis 25 Minuten. Die Strecke ist wunderschön, führt über hohe Brücken und durch zahlreiche Tunnel. Halte dich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen (meistens 90 km/h auf der Schnellstraße), denn es gibt hier einige fest installierte Blitzer.
Richtung Norden und Osten
Falls du dich für eine Unterkunft im ruhigeren Norden (wie São Vicente oder Santana) oder im Osten (wie Machico) entschieden hast, fährst du in die entgegengesetzte Richtung. Auch hier sind die Straßen hervorragend ausgebaut. Wenn du in die Berge fährst, werden die Straßen natürlich kurviger und steiler. Lass dich davon nicht stressen. Schalte rechtzeitig einen Gang runter, fahre vorausschauend und genieße die ersten atemberaubenden Ausblicke auf die grüne Natur Madeiras.
| Zielort | Entfernung | Ungefähre Fahrzeit | Route |
|---|---|---|---|
| Santa Cruz | 3 km | 5 Minuten | VR1 Ost |
| Machico | 6 km | 10 Minuten | VR1 Ost |
| Funchal (Zentrum) | 20 km | 25 Minuten | VR1 West |
| Câmara de Lobos | 28 km | 30 Minuten | VR1 West |
| Ribeira Brava | 38 km | 40 Minuten | VR1 West |
| Santana | 23 km | 35 Minuten | VR1 & VE1 |
| São Vicente | 50 km | 55 Minuten | VR1 & VE4 |
Tanken rund um den Flughafen
Die meisten Mietwagen auf Madeira werden mit der fairen Tankregelung "Voll/Voll" übergeben. Das bedeutet, du bekommst das Auto mit einem vollen Tank und musst es auch vollgetankt wieder zurückbringen. Das ist die transparenteste und günstigste Variante für dich. Manchmal ist der Tank bei der Übergabe aber nicht ganz voll, sondern nur zu einem bestimmten Bruchteil gefüllt. Achte darauf, dass dies exakt im Übergabeprotokoll vermerkt ist, damit du bei der Rückgabe genau weißt, wie viel Sprit im Tank sein muss.
Die nächste Tankstelle bei der Abholung
Wenn du das Auto übernimmst und direkt tanken möchtest (oder musst), gibt es eine Tankstelle direkt auf dem Flughafengelände. Diese ist super praktisch, aber oft ein paar Cent teurer als die Tankstellen in den Orten. Wenn du in Richtung Funchal fährst, findest du entlang der Schnellstraße VR1 und in den Orten wie Santa Cruz oder Caniço zahlreiche weitere Tankstellen (zum Beispiel von Repsol oder Galp), wo du deinen Mietwagen problemlos volltanken kannst.
Tanken vor der Rückgabe
Wenn sich dein Urlaub dem Ende zuneigt und du den Wagen zurückbringst, musst du ihn wieder volltanken. Die Tankstelle direkt am Flughafen (BP) ist dafür natürlich ideal, da du von dort aus nur noch wenige hundert Meter bis zum Parkdeck fährst. Plane hier aber ein paar Minuten Wartezeit ein, da viele abreisende Touristen genau dieselbe Idee haben. Alternativ kannst du auch in Machico oder Santa Cruz tanken, bevor du die letzten Kilometer zum Flughafen fährst. Die Tankanzeige wird sich auf dieser kurzen Strecke kaum bewegen.
Auf Madeira gibt es an vielen Tankstellen noch einen echten Tankwart-Service. Du fährst einfach an die Zapfsäule, öffnest das Fenster und sagst dem Mitarbeiter, für wie viel Euro du tanken möchtest oder einfach "Cheio, por favor" (Voll, bitte). Das ist super bequem und du musst nicht einmal aussteigen.
Rückgabe des Mietwagens am Ende des Urlaubs
Jeder noch so schöne Urlaub geht einmal zu Ende. Die Rückgabe deines Mietwagens am Flughafen Funchal ist genauso unkompliziert wie die Abholung. Du fährst einfach wieder zum Flughafen und folgst den Schildern mit dem Aufdruck "Rent-a-Car" oder "Car Rental Return". Diese führen dich direkt wieder auf das Parkdeck, wo du das Auto am ersten Tag abgeholt hast.
Wo muss das Auto hin?
Jede Autovermietung hat auf dem Parkdeck ihre eigenen, markierten Stellplätze. Parke das Auto einfach auf einem freien Platz deines Anbieters. Ein Mitarbeiter wird dann das Fahrzeug kurz begutachten, den Tankfüllstand prüfen und schauen, ob neue Schäden dazugekommen sind. Wenn alles in Ordnung ist, bekommst du ein kurzes Protokoll oder eine Bestätigung per E-Mail, und die blockierte Kaution auf deiner Kreditkarte wird wieder freigegeben. Das dauert meistens nur wenige Minuten.
Zeitplanung für den Rückflug
Plane für die Rückgabe des Mietwagens etwa 15 bis 20 Minuten extra ein, besonders wenn du in der Hauptsaison reist. Danach gehst du einfach über die Straße zurück ins Terminalgebäude, fährst mit der Rolltreppe oder dem Aufzug in den ersten Stock zum Abflugbereich ("Partidas") und checkst für deinen Rückflug ein. Da die Wege so kurz sind, reicht es völlig aus, wenn du etwa zwei Stunden vor Abflug am Flughafen bist.
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Fazit: Ein entspannter Start in dein Madeira-Abenteuer
Trotz seines Rufs als anspruchsvoller Flughafen für Piloten ist der Flughafen Funchal für dich als Reisenden angenehm einfach und stressfrei. Die kurzen Wege, die moderne Infrastruktur und die Tatsache, dass du deinen Mietwagen direkt vor Ort übernehmen kannst, machen den Start in den Urlaub extrem leicht. Mit griffbereiten Unterlagen, einer Prise Vorfreude und etwas Ruhe bei der ersten Fahrt beginnt dein Madeira-Abenteuer genau so, wie es soll: entspannt, selbstbestimmt und voller Vorfreude auf die atemberaubende Natur dieser einzigartigen Insel. Gute Fahrt!
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