Pico do Arieiro
Mit 1.818 Metern einer der höchsten Gipfel der Insel – die Auffahrt über die Bergstraße führt oft über das Wolkenmeer. Bei Sonnenaufgang unvergesslich.

Bergstraßen über dem Wolkenmeer, versteckte Levadas, einsame Naturschwimmbecken: Mit dem eigenen Mietwagen erleben Sie die Insel in Ihrem Tempo. Dieser Ratgeber erklärt ehrlich alles, was Sie vorher wissen sollten – von Versicherung bis Bergstraße.
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Madeira ist klein, aber überraschend vielfältig. Innerhalb einer einzigen Autostunde wechseln Sie vom sonnigen Funchal über blütenreiche Hänge bis in eine raue Hochgebirgslandschaft, die an eine andere Welt erinnert. Genau diese Dichte macht die Insel zum idealen Ziel für Entdecker mit eigenem Fahrzeug.
Die öffentlichen Busse verbinden die größeren Orte, doch viele Aussichtspunkte, Levada-Einstiege und Bergdörfer erreichen Sie damit nur umständlich oder gar nicht. Wer auf den Bus angewiesen ist, richtet den Tag nach dem Fahrplan – mit einem Mietwagen richtet sich der Tag nach Ihnen.
Hinzu kommt das berüchtigte Mikroklima: Während es in Funchal sonnig ist, kann der Norden in Wolken hängen. Mit dem Auto fahren Sie einfach dem besseren Wetter hinterher – ein Luxus, den kein Busplan bietet.

Mit 1.818 Metern einer der höchsten Gipfel der Insel – die Auffahrt über die Bergstraße führt oft über das Wolkenmeer. Bei Sonnenaufgang unvergesslich.
Eine der höchsten Steilküsten Europas mit gläserner Aussichtsplattform. Der Blick fällt fast 600 Meter senkrecht zum Atlantik hinab.
Vulkanische Naturschwimmbecken im äußersten Nordwesten, gefüllt mit klarem Atlantikwasser. Die Anfahrt über die Küstenstraße ist ein Erlebnis für sich.
Berühmt für die strohgedeckten A-förmigen Häuser und als Tor zum grünen Norden. Ideales Etappenziel auf einer Inselrundfahrt.
Uralter Lorbeerwald (Laurissilva, UNESCO-Welterbe), der bei Nebel mystisch wirkt. Nur mit dem eigenen Wagen entspannt erreichbar.
Karge, vulkanische Halbinsel im Osten mit spektakulären Klippen – ein landschaftlicher Gegenpol zum grünen Inselinneren.

Die Hauptstraßen Madeiras sind in erstaunlich gutem Zustand. Die Schnellstraße VR1 verbindet die Südküste schnell und mautfrei, zahllose Tunnel und Brücken verkürzen Strecken, die früher stundenlange Serpentinenfahrten waren. Mautgebühren gibt es auf der Insel keine.
Anspruchsvoll wird es im Bergland und auf alten Küstenstraßen: eng, steil und kurvenreich. Wer im niedrigen Gang fährt, früh herunterschaltet und bei Talfahrten die Motorbremse nutzt, schont Nerven und Bremsen gleichermaßen. Begegnungsverkehr auf schmalen Passagen erfordert Geduld und gegenseitige Rücksicht.
Steile Anfahrten in Funchal können selbst geübte Fahrer überraschen. Wer wenig Erfahrung mit Schaltgetriebe am Berg hat, fährt mit einem Automatikfahrzeug deutlich entspannter – besonders an Ampeln in Hanglage.
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Der Flughafen Madeira liegt rund 18 bis 20 Kilometer östlich von Funchal bei Santa Cruz. Seine spektakuläre, auf Stelzen gebaute Landebahn ist legendär. Für Reisende mit Mietwagen ist er ideal: Die Stationen liegen nah am Terminal, und über die Schnellstraße VR1 sind Sie in gut 20 Minuten in der Stadt – ohne auf Bus oder Taxi angewiesen zu sein.
Die meisten Stationen befinden sich direkt am Flughafen oder per kurzem Shuttle erreichbar. Bei Buchung Flugnummer angeben.
Seriöse Anbieter überwachen die Flugnummer und halten den Wagen bereit – auch wenn sich Ihre Ankunft verschiebt.
Über die VR1 sind es rund 20–25 Minuten. Richtung Westen (Calheta, Porto Moniz) planen Sie mehr Zeit ein.
Sie brauchen für Madeira keinen Geländewagen. Entscheidend ist nicht die Größe, sondern eine vernünftige Motorisierung für die Steigungen und ein Fahrzeug, das zu Ihrer Reisegruppe passt. Diese Übersicht hilft bei der Wahl.
| Fahrzeugtyp | Ideal für | Vorteile | Worauf achten |
|---|---|---|---|
| Kleinwagen | Paare, Stadt & Küste | Günstig, sparsam, leicht zu parken | Genug Motorleistung für Steigungen wählen |
| Kompaktklasse | Kleine Familien | Gute Balance aus Platz & Verbrauch | Kofferraum für Gepäck prüfen |
| Kombi / Van | Familien, Gruppen | Viel Platz für Personen & Gepäck | Wendigkeit in engen Gassen beachten |
| SUV / Crossover | Komfortliebhaber | Erhöhte Sitzposition, Übersicht | Höherer Verbrauch, meist teurer |
| Automatik | Bergstraßen-Skeptiker | Entspanntes Fahren in den Kehren | Begrenztes Angebot, früh buchen |
| Cabrio | Schönwetter-Genießer | Offenes Fahrgefühl an der Südküste | Wetterwechsel im Bergland einplanen |
Für zwei Personen mit leichtem Gepäck ist ein gut motorisierter Kleinwagen die wirtschaftlichste Wahl. Reisen Sie zu viert mit Koffern, lohnt sich die Kompaktklasse – der etwas größere Kofferraum macht den Unterschied auf der Heimfahrt vom Supermarkt oder Strand.

Auf Madeiras engen Straßen ist ein kleiner Kratzer schnell passiert. Genau deshalb lohnt sich ein Blick auf die Versicherung, bevor der Preis allein entscheidet. Der Basisschutz (CDW) lässt oft eine hohe Selbstbeteiligung offen; eine Vollkasko ohne Selbstbeteiligung (Full Protection) nimmt Ihnen dieses Risiko ab.
Achten Sie besonders auf häufig ausgeschlossene Teile wie Reifen, Glas und Unterboden – gerade auf der Insel relevant. Bei voller Absicherung verlangen viele Anbieter zudem keine oder nur eine reduzierte Kaution, die nach schadenfreier Rückgabe erstattet wird.
| Schutz | Was abgedeckt ist | Selbstbeteiligung | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Basis (CDW) | Grundlegende Haftungsbeschränkung | Hoch (oft 600–1.500 €) | Nur für preisbewusste, sehr erfahrene Fahrer |
| Vollkasko (Super CDW) | Erweiterte Deckung inkl. vieler Schäden | Gering bis keine | Guter Mittelweg für die meisten |
| Full Protection | Rundumschutz, oft ohne Selbstbeteiligung | Keine bis sehr gering | Empfohlen für Bergstraßen & Sorgenfreiheit |
| Reifen/Glas/Unterboden | Häufig ausgeschlossene Teile | Variiert | Auf Madeira sinnvoll – enge Straßen |
Die meisten Vermieter blocken die Kaution auf einer Kreditkarte des Hauptfahrers. Es gibt jedoch zunehmend Tarife, die Debitkarten akzeptieren oder ganz ohne Kreditkarte funktionieren. Beim Vergleich lässt sich gezielt danach filtern – so vermeiden Sie böse Überraschungen am Schalter.
Filtern Sie gezielt nach Full-Protection-Tarifen und Optionen ohne Kreditkarte. So sehen Sie sofort, welches Angebot wirklich rundum abgesichert ist – statt am Schalter nachzubuchen.
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Ob Paar, Familie oder Abenteurer – mit dem Mietwagen stellen Sie sich Madeira nach Maß zusammen. Diese vier Routen lassen sich einzeln fahren oder zu einer entspannten Wochenrundreise kombinieren.

Funchal – Cabo Girão – Câmara de Lobos – Ribeira Brava und zurück. Perfekt für den ersten Tag, um ein Gefühl für die Südküste zu bekommen.
Über die Hochebene Paul da Serra nach Porto Moniz, weiter entlang der Küste nach Seixal und São Vicente. Naturschwimmbecken und Wasserfälle inklusive.
Frühe Auffahrt zum Pico do Arieiro für den Sonnenaufgang, danach gemütlich über Ribeiro Frio zurück. Warme Kleidung nicht vergessen.
Machico, Ponta de São Lourenço, Santana mit den typischen Häusern und Aussichtspunkte über die Nordküste.
Madeira ist ein Ganzjahresziel mit mildem Klima. Preis und Erlebnis hängen aber stark von der Saison ab. Diese Übersicht zeigt, wann Sie günstig fahren und worauf Sie bei der Buchung achten sollten.
| Monate | Wetter & Charakter | Mietwagen-Tipp |
|---|---|---|
| Jan–Feb | Mild, ruhig, gelegentlich Bergnebel | Günstige Tarife, Westen flexibel ansteuern |
| Mär–Apr | Frühling, Blütezeit, angenehm | Ostern früh buchen, Preise ziehen an |
| Mai–Jun | Warm, lange Tage, ideal zum Fahren | Beste Allround-Zeit für Rundtouren |
| Jul–Aug | Hochsaison, sonniger Süden voll | Sehr früh buchen, Strände meiden mittags |
| Sep–Okt | Warm, weniger Trubel, top Sicht | Hervorragendes Preis-Erlebnis-Verhältnis |
| Nov–Dez | Mild, Silvesterfeuerwerk in Funchal | Weihnachten/Silvester sehr früh sichern |
Den günstigsten Mietwagen erkennt man nicht am reinen Tagespreis, sondern am Gesamtpaket: Versicherung, Kaution, Tankregelung und Stornobedingungen. Diese Faktoren auf jeder Vermieter-Seite einzeln zu prüfen, kostet viel Zeit.
Ein Vergleichsportal wie GooRentalCars stellt mehrere Anbieter nebeneinander und macht versteckte Unterschiede sichtbar. So treffen Sie eine informierte Entscheidung, statt sich durch Dutzende Tabs zu klicken.
| Kriterium | Jede Vermieter-Seite einzeln | Preisvergleich (z. B. GooRentalCars) |
|---|---|---|
| Überblick | Mühsam, viele Tabs | Alle Angebote auf einen Blick |
| Versteckte Kosten | Schwer zu erkennen | Kaution, Tank & Storno sichtbar |
| Zeitaufwand | Hoch | Gering |
| Versicherungsvergleich | Uneinheitlich | Direkt gegenübergestellt |
| Stornobedingungen | Pro Anbieter prüfen | Gefiltert vergleichbar |
Tanken Sie vor Touren in den Westen oder Norden rechtzeitig – Tankstellen werden in abgelegenen Gegenden seltener.
Starten Sie Bergauffahrten früh am Morgen: Die Sicht ist klarer und das Wolkenmeer am eindrucksvollsten.
Nutzen Sie für lange Talfahrten den niedrigen Gang statt der Dauerbremse – das schont die Bremsen.
Parken Sie in Funchal im Parkhaus statt am Straßenrand – das spart Nerven und oft sogar Geld.
Planen Sie Wetterwechsel ein: Während es in Funchal sonnig ist, kann es im Norden regnen. Fahren Sie dem Wetter hinterher.
Fotografieren Sie den Mietwagen bei Übernahme rundum – das beste Mittel gegen spätere Schadensdiskussionen.
Waren Sie schon mit dem Mietwagen auf Madeira unterwegs? Teilen Sie Ihre Erfahrung – ganz ohne Anmeldung. Ihr Beitrag hilft anderen Reisenden bei der Planung. Wir bitten um faire, werbefreie Berichte.
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Vertiefen Sie einzelne Themen in unseren ausführlichen Ratgeber-Seiten:
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Mehr erfahrenDiese Fragen hören wir von deutschsprachigen Reisenden immer wieder. Wir beantworten sie unabhängig und ohne Verkaufsdruck – damit Sie gut vorbereitet auf die Insel kommen.
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